Internationaler Deutscher Meister


06. – 08. Oktober 2020

Direkt nach der Europameisterschaft ging es weiter zur Internationalen Deutschen Meisterschaft an den Berliner Wannsee.
Nach einem Tag Pause zwischen den zwei Wettkämpfen starten wir wieder durch. Bei auffrischendem Wind absolvierten wir die drei geplanten Rennen. Um die nötige Kurslänge für ein 49er Rennen zu erhalten lag der Kurs quer über dem Wannsee und die Havel. Rechts und links war das Regattagebiet vom Land eingegrenzt und mitten durch den Kurs geht das Fahrwasser für die Berufsschifffahrt. Viele Faktoren und lokale Windeffekte die es bei einem Rennen auf dem offenen Meer nicht gibt.
Am zweiten Tag segelten wir fünf Rennen bei mäßigem Wind und Regenfronten. Dieses Wetter hat den positiven Aspekt, dass wir den Wannsee fast für uns alleine hatten, es sei denn eine 50m langer Tanker fährt mitten durch das Feld.
In den Finaltag starteten wir auf Platz 2 mit einem Punkt Rückstand auf den ersten Platz. Mit den Platzierungen 1,2,2 kämpften wir uns an die Spitze und sicherten uns den
Deutschen Meistertitel 2020 im 49er.
Herzlichen Glückwunsch an unsere Trainingskollegen Niklas und Justus auf Platz 2 vor Tom und Philipp auf dem dritten Platz.

Europameisterschaft 2020 – Attersee

29. September – 4. Oktober 2020

Vergangene Woche starteten wir bei der 2020 Forward WIP European Championship am Attersee in Österreich.
Bei Ankunft am wunderschönen Bergsee erwarteten uns allerdings 5°C und Dauerregen. Nicht die angenehmsten Bedienungen zur Vorbereitung auf den ersten internationalen Wettkampf seit Beginn der Corona Pandemie.

Die Regatta wurde wie gewohnt in Qulifikations- und Finalserie aufgeteilt. An den ersten drei Tagen fanden wir uns sehr schwer mit den Windverhältnissen zurecht. Ein schwacher ablandiger Südwest Wind mit bis zu 40° Drehern und großen Windunterscheiden auf dem ganzen Kurs machte es sehr unvorhersehbar und spannend bis zum Ziel. Leider gingen unsere Strategieansätze nicht auf und wir fuhren sehr hohe Punkte ein. Auf Grund von Flaute konnte am zweiten Tag leider kein einziges Rennen gesegelt werden. Zur Aufheiterung aller Teilnehmer präsentierte uns RedBull eine Flugshow direkt vor dem Segelclub über dem Attersee.
Am letzten Qualitag konnten wir dank des guten Wetters und dem bekannten Rosenwind noch drei Rennen segeln. Es gelang uns jedoch knapp nicht uns in die Top 30 vorzuarbeiten und sind deswegen die letzten drei Tage im Silberfleet gesegelt.
Die Finalserie brachte erneut viel Wartezeit an Land mit sich. Trotz einer Föhnwetterlage kam der Wind nicht so richtig am Attersee an und wir schafften nur noch vier Finalrennen. In diesen vier Rennen starteten wir die Aufholjagt und kämpften uns auf den 3.Platz im Silberfleet vor.
Abschließend sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Wir wissen, dass wir deutlich besser segeln können und weiter oben in der Gesamtwertung stehen sollten. Wir werden uns in der nächsten Woche zusammensetzten und den Wettkampf mit etwas Abstand auswerten, um daraus unsere nächsten Trainingsziele festzulegen.

Kieler Woche 2020

10. – 13. September 2020

Der erste internationale Wettkampf seit Dezember 2019.
52 Starter aus 18 Nationen
Eine Kieler Woche ohne Zuschauer, mit Meldebegrenzung und strengen Corona-Schutzmaßnahmen.
An den ersten zwei Race-Tagen erwarteten uns sehr schwierige Bedingungen und das machte es für alle Teilnehmer nicht einfach. Der ablandige Westwind mit maximal 12kn war sehr böig und drehte bis zu 40 Grad. Die Veränderungen waren sehr schwer vorhersehbar und zum Teil ohne System.
Leider gelang es uns in den ersten zwei Rennen nicht das Windsystem zu erkennen und landeten deswegen weiter hinten in Fleet. Im dritten Rennen bekamen wir auf der ersten Kreuz einen guten Winddreher mit einer Böe und wir beendeten den Tag mit einem guten 4. Platz. Am zweiten Tag kamen wir besser in den Rhythmus und arbeiteten uns im Gesamtranking weiter vor.
Nach den ersten zwei Tagen wurde das Starterfeld in zwei Fleets ( Gold und Silber) eingeteilt. Hier schaffen wir es leider knapp nicht uns unter den Top 25 zu platzieren und segelten am Samstag und Sonntag im Silberfleet.
An den zwei Finaltagen nahm der Wind deutlich zu und wir segelten heute bei Böen bis zu 28kn. Hier zahlte sich unser gutes Bootshandling und das viele Athletiktraining aus und wir segelten eine konstante Serie mit 8,8,8,7. Damit erreichten wir einen 7. Platz in der U23 Wertung. (Gesamtwertung 34. von 52 Starten)
Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, wissen aber auch wo wir Punkte haben liegen lassen und woran wir noch weiterarbeiten müssen. Auch war es sehr interessant endlich wieder einen internationalen Vergleich zu haben, um zu wissen, wo wir stehen.

2019 Junior World Championship

LL49erSailingTeam - Lukas Hesse Luca Schneider 49er Segeln Risor Norwegen Junioren Weltmeisterschaft GER161 TeamDeutschland GermanSailingTeam

Die Junioren Weltmeisterschaft für die drei modernsten olympischen Bootsklassen fand dieses Jahr in einem dreitausend Einwohner Ort im Süden von Norwegen statt. Es hört sich unspektakulär an, aber wenn man genau hinsieht, ist es sowohl logistisch als auch landschaftlich beeindruckend.Mit der Nationalmannschaft treffen wir eine Woche vor dem Wettkampf in Risør ein und die Stadt präsentiert sich mit wunderschönen Holzhäusern und Holzbooten.
Im Vorbereitungstraining fahren wir jeden Morgen mit dem Motorboot auf eine kleine Insel, trainieren zwischen den felsigen Schären und abends grillen wir gemeinsam die selbstgefangenen Fische. Neben der wunderschönen Altstadt mit Holzhäusern und Holzbooten, hat Risør seglerisch viel zu bieten. Auf dem Innenkurs zwischen den Schären segeln wir entlang steilen Felsufern bei Flachwasser und böigem Wind. Auf dem offenen Meer hat es konstantere Bedingungen mit hohen Wellen und Strömung.

Zwei Tage vor Wettkampfbeginn ziehen wir mit unseren Booten an den kleinen Hafen. Insgesamt 100 Segelboote standen in der Altstadt verteilt. Vor dem Polizeigebäude, in kleinen Gassen und auf dem Stadtplatz sind Boote zu finden. Das Raceoffice ist im Rathaus und an jeder Ecke steht ein Teambus der Segler aus 27 Nationen. Bei der Eröffnungsfeier sind alle Bewohner da und begrüßen uns sehr herzlich.
Jetzt startet unser wichtigster Wettkampf der Saison, denn es geht um die Kadernominierung für die nächsten zwei Jahre. Unser Ziel ist Top 30% in der U21-Wertung. Es gingen 53 49er Teams an den Start, davon 21 U21 Teams.

Die drei Tage im Qualifying verlaufen sehr durchwachsen. Am ersten Tag haben wir sehr inkonstante Bedingungen mit 5 bis 15kn und großen Winddrehern. Hier schaffen wir es leider nicht immer, die Veränderungen richtig zu deuten und fahren uns sehr hohe Platzierungen ein. Mit frischem Kopf und hoch motiviert starten wir in den zweiten und dritten Tag. Zwei anstrengende Tage mit viel Wind und Welle fordern alle Segler und wir segeln 6 spannende Rennen. Wir schaffen es durch unser gutes Handling und Speed, zwei zweite Plätze und 4 Top 10 Platzierungen einzufahren. Dadurch bringen wir uns in eine gute Ausgangsposition für die letzten Tage mit weiteren 5 Rennen.
Bei zwei spannenden Finaltagen im Goldfleet kämpfen wir um jeden Punkt, um unser Ziel zu erreichen. Bei Starkwind mit sehr hohen, kurzen Wellen oder konstantem Mittelwind geben wir unser Bestes. Den Wettkampf beenden wir mit dem 17. Platz in der Gesamtwertung und dem 5. Platz der U21-Teams ( Results). Damit haben wir das Kriterium für den Nachwuchskader 1 erfüllt und unser Ziel erreicht.

Aus dem Wettkampf nehmen wir viele neue Erfahrungen mit. Wir wissen, wo unsere Stärken liegen und werden stetig daran arbeiten, unsere Fähigkeiten zu verbessern. In die neue Saison gehen wir motiviert und mit dem Ziel, ein fester Bestandteil der europäischen Junioren Spitze zu sein.